Sandra Ackermann

Sie träumt nicht ihr Leben, sie lebt ihren Traum: Die Rheintalerin Sandra Ackermann. Seit rund sieben Jahren unterrichtet sie auf dem Alten Rhein und auf dem Bodensee Fahrschüler und führt sie in die Kunst des Motorbootfahrens ein. Während des Winters, in den frühen Morgenstunden oder am Abend geniesst sie vor allem eines: Die Natur entlang des Alten Rheins, die Begegnungen mit den Wasservögeln und die Langsamkeit des Seins.
 „Wasser zieht mich magisch an“, sagt sie schlicht, „schon als Kind liebte ich Wasser über alles.“ Sie sei zwar kein Seekind, „es hat mich aber immer an den See gezogen.“ Ihr Vater war Rheinholzer, „auch hier gabs also einen Bezug zum Wasser“, blickt Sandra Ackermann zurück. Nun lebt sie zwar nicht am See, sondern in Heiden – von wo sie einen herrlichen Blick auf den Bodensee geniesst – aber sie arbeitet am und auf dem Wasser. „Es ist schwierig, das Gefühl zu beschreiben. Ich fühle mich hier ganz einfach wohl.“

Ein TraumSandra Stieger
Schon seit längerem arbeitet sie am Hafen Marina Rheinhof, wo sie Campinggäste betreut und die Zugbrücke bedient. Mit der eigenen Bootsfahrschule ist für sie ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie ist eine der wenigen Motorbootfahrlehrerinnen auf dem Bodensee. „Ich liebe diese Arbeit“, strahlt sie. Was für Leute kommen zu ihr? „Da kommt Hinz und Kunz“, lacht Sandra Ackermann, „da sind auch Leute dabei, die kein eigenes Motorboot haben, aber vielleicht einmal ein Boot für eine Flussfahrt mieten möchten.“

 

Hier in dieser Beschaulichkeit und Ruhe schweifen die Gedanken trotz aller Zufriedenheit ab und an in die Ferne oder einfach in die Zukunft. Mit 42 Jahren bleibt noch viel Zeit, Ungewöhnliches anzupacken. Im Winter bleibt Zeit für die eigene Weiterbildung und dazu ist ihr kein Weg zu weit. Der VSMS (Verband Schweizerischer Motorboot- und Segelschulen), bei dem sie Mitglied ist, bietet laufend Weiterbildungsmöglichkeiten an. Sandra Ackermann nutzt diese gerne, um ein optimales Ausbildungsprogramm zu gestalten und die besten Techniken weitergeben zu können.

 

Was will man noch mehr und man ist versucht, Goethes Faust zu bemühen, jene Stelle, wo es heisst: „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.“